Diskussion: Politik und Medien: Wie weiter in Berlin und in Deutschland?

  • 19. Oktober 2020
  • Berlin und online
  • Jugendpresse Deutschland e.V.

Wie weiter nach der Corona-Krise, vor dem Superwahljahr 2021? Kritische Bestandsaufnahme – vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und den Bundestagswahlen

Es diskutieren

Jonas Gebauer Bundesvorstand Jugendpresse Deutschland

Anne Helm Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Medien und Strategien gegen Rechts DIE LINKE im Berliner Abgeordnetenhaus

Damian Boeselager MdEP Volt / Fraktion DIE GRÜNEN/EFA Europe

Juri Schnöller, Co-Founder und Managing Director Cosmonauts & Kings

Moderation

Susanne Lang, Freie Journalistin und Autorin

Veranstaltungsort und Anmeldung

taz Kantine, Friedrichstraße 21, 10969 Berlin und online via Crowdcast

Einlass ab 18:30 Uhr, Einwahl ab 18:45 Uhr

Damit wir vor Ort die Teilnehmendenzahl im Auge behalten oder dir den Link zum Livestream zuschicken können, würden wir dich bitten, dich hier kurz anzumelden.

Vor dem Superwahljahr 2021 – neben der Bundestagswahl im Herbst stehen sechs Landtagswahlen an, darunter auch die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus – sind Politik und Medien in der Kritik. Zum einen fordern Aktivisten u.a. von Fridays For Future eine nachhaltigere Politik ein, zum anderen stehen Politik und Medien auch von rechts unter Druck. Die Wahlerfolge der AfD, Pegida und in den vergangenen Wochen die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen zeigen, dass die gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen eine vielfältige Vertrauenskrise gegenüber den etablierten Institutionen unserer Republik hervorgebracht haben.

Die europaweite Studie »Generation What?« ergab, dass das Vertrauen in politische Institutionen erschreckend gering ist. »Wir sehen, dass 82 Prozent der jungen Europäer kein Vertrauen haben. Von dieser Gruppe wiederum gaben 45 Prozent sogar an, »überhaupt kein« Vertrauen in politische Institutionen zu haben.«, so Projektleiter Maximilian von Schwartz vom Meinungsforschungsinstitut Sinus in einem Interview für das Goethe-Institut. In Deutschland gaben 23 Prozent der Befragten an, dass sie kein Vertrauen in die Politik hätten. In den Augen vieler junger Menschen wirken politische Vorgänge inszeniert und finden fernab der eigenen Lebensrealität statt. Die daraus resultierende Distanz zum eigenen Alltag mache es natürlich schwer, Vertrauen zu fassen. Allerdings sei zu beobachten, dass der Vertrauensverlust in die Institutionen nicht zu einer Resignation führe. Die monatelangen Proteste gegen die Klimapolitik in Europa zeigten dies ebenfalls deutlich auf.

Wie können Politik und Medien diese Prozesse begleiten, wie können sie verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen? Welche Fragen stellen sich vor dem Superwahljahr? Diese und andere Fragen wollen wir im Berliner Mediensalon im Oktober diskutieren.

Den Mediensalon veranstalten wir in Kooperation mit meko factory - Werkstatt für Medienkompetenz gGmbH. Die Veranstaltung wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung und unterstützt von der Otto Brenner Stiftung.